Systemisches Aufstellen

Systemisches Aufstellen ist eine Methode – unter anderem – Ursachen von Konflikten aufzuzeigen, zu lösen oder auch Mitgefühl für die andere Konfliktpartei zu entwickeln.

Eine Aufstellung läuft in der Regel so ab: Es gibt eine Person, die mit einem Thema in die Gruppe kommt und dieses aufstellen möchte. Dafür werden sog. Stellvertreter gewählt, die von dem Aufstellenden an einem bestimmten Platz im Raum platziert werden. Die Stellvertreter bekommen eine gewisse Rolle im System zugeordnet und fühlen sich in die Rolle hinein. Dadurch kommt ein Prozess in Gang. Jeder Stellvertreter hat die Möglichkeit zu erzählen, wie er sich in diesem System fühlt, was er erlebt. Ein Aufstellungsleiter ist während des gesamten Prozesses  unterstützend zur Seite. Der Aufsteller beobachtet erstmal nur. Eine Besprechung der gesamten Aufstellung findet im Nachgang in der Gruppe statt, moderiert vom Aufstellungsleiter.

Ein Beispiel: Ein junger Mann wurde von seinen Großeltern großgezogen, da seine Mutter ihn sehr früh geboren hat und sich nicht mit der Mutterrolle identifizieren konnte. Der Vater hat sich mit Bekanntwerden der Schwangerschaft verabschiedet. Somit wurde entscheiden, ihn im Hause der Großeltern unterzubringen. Der Mann ist das Gefühl, nicht gewollt zu sein, nie losgeworden. Über die Umstände, die zu dieser Entscheidung geführt haben, wurde in diesem Familienkonstrukt nicht offen gesprochen. Also hat sich der Mann für eine Familienaufstellung entschieden.

Er hat im Rahmen der Aufstellung jemanden gebeten, als Stellvertreter seiner Mutter, seiner Großmutter und auch des Großvaters zu agieren. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, hat er seit der Aufstellung ein großes Verständnis für die damalige Situation seiner Mutter entwickelt und konnte die Umstände endlich annehmen.

Außer einer Familie kann man aber eigentlich alles aufstellen, was man möchte – eine Beziehung zwischen Kollegen, einen Freundeskreis, Mitglieder einer Patchworkfamilie uvm. Es muss sich nicht immer um Personen handeln, man kann auch Räume, Möbel, Häuser, Entscheidungen oder auch Krankheiten aufstellen. Hier könnte man Stellvertreter für den Kranken wählen, für seine Angehörigen, für einen Arzt, usw.

Systemisches Aufstellen ist eine sehr effektive Methode, da man eine Situation mit Abstand zu betrachten kann. Das hilft Prozesse zu erkennen, was nicht möglich ist, wenn man zu sehr involviert ist.

 

In Köln und Umgebung kann ich Christa Steinhauer empfehlen, die mich sehr liebevoll und mit viel Lebenserfahrung während einer Aufstellung begleitet hat:

http://christasteinhauer.de/

Svea Vollbrecht

Meinen Weg zur Naturheilkunde betrat ich als Jugendliche, als ich selbst zum ersten Mal bei einer Heilpraktikerin war, mich mit Astrologie befasste und Seminare über transpersonale Psychologie besuchte. Doch erst Jahre später entschied ich, Heilpraktikerin zu werden - als der Wunsch, etwas "Sinnvolles" mit meinem Leben anzufangen, immer stärker wurde. > mehr über mich

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Über Svea Vollbrecht

Meinen Weg zur Naturheilkunde betrat ich als Jugendliche, als ich selbst zum ersten Mal bei einer Heilpraktikerin war, mich mit Astrologie befasste und Seminare über transpersonale Psychologie besuchte. Doch erst Jahre später entschied ich, Heilpraktikerin zu werden - als der Wunsch, etwas "Sinnvolles" mit meinem Leben anzufangen, immer stärker wurde. > mehr über mich