HypnoBirthing

Durch meine Arbeit mit Schwangeren und meiner eigenen Schwangerschaft habe ich mich in den letzten Wochen verstärkt mit dem Thema „HypnoBirthing“ beschäftigt.

HypnoBirthing ist eine Geburtsmethode, die in den 80ern von Marie Mongan entwickelt worden ist. Dabei geht es im Endeffekt darum, einen tiefen Entspannungszustand zu erlangen und der Gebärenden somit eine weitestgehend schmerzfreie Geburt zu ermöglichen.

Ich gebe zu, dass ich anfangs skeptisch war. Eine schmerzfreie Geburt klingt einfach zu schön, um wahr zu sein. Aber ich wurde neugierig und habe mich tiefer in das Thema eingelesen.

Marie Mongan  beschreibt in ihrem Buch „HypnoBirthing – Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt“ verschiedene Atemtechniken und Entspannungsmethoden, die es der Frau ermöglichen, sich selbst in eine Art Trance zu versetzen und diese während der Geburt zu nutzen. Sie erklärt des Weiteren, wie sich die Geburtshilfe über die letzten Jahrhunderte entwickelt hat, wie sie die HypnoBirthing Methode ausgearbeitet hat und lässt den Leser an Erfahrungsberichten ihrer Kursteilnehmerinnen teilhaben. Außerdem besteht das Buch zu einem großen Teil  aus Anleitungen zu Atem- und Entspannungstechniken.

Was mir sehr plausibel erschien, waren Marie Mongans Ausführungen zu den Abläufen im Nervensystem bei einer Geburt. Sobald der Körper unter Stress gerät und die Frau Angst empfindet, wird der Sympathikus aktiviert, d.h. alles im Körper steht auf Angriff oder Verteidigung („Fight-or-flight“). Die Durchblutung fokussiert sich auf die Körperteile, die zum Kampf oder zur Flucht benötigt werden, jedoch nicht auf die Gebärmutter. Um die Gebärmutter zu entspannen und zu öffnen, wird der Antagonist des Sympathikus, der Parasympathikus benötigt. Sprich: hat die werdende Mutter Stress, bleibt die Gebärmutter verschlossen. Logisch, dass das Schmerzen verursacht.

Des Weiteren hat mich die Rolle des werdenden Vaters sehr angesprochen. Die Männer werden bei der HypnoBirthing Methode sehr viel mehr involviert, als es bei gängigen Praktiken üblich ist und haben somit die Gelegenheit, ihre Partnerin aktiv zu unterstützen.

Auch haben mich die Formulierungen im HypnoBirthing überzeugt. Statt Worten die Schmerz suggerieren, wird eine weniger wertende, positivere Sprache gewählt. So spricht Frau Mongan z.B. nicht von „Wehen“, sondern von „Geburtswellen“.

Neben der Anleitung zur Selbsthypnose aus dem Buch von Marie Mongan,  gibt es aber auch die Möglichkeit, HypnoBirthing Kurse zu besuchen. Die zertifizierten Trainer erläutern die Methode, erklären Techniken, vermitteln diese tiefgehend und beantworten natürlich auch etwaige Fragen rund um die HypnoBirthing Geburt.

Ich selbst habe bei einer Kollegin in Köln den HypnoBirthing Kurs besucht und kann diesen nur wärmstens weiterempfehlen. Nur das Buch zu lesen, hätte mir persönlich nicht ausgereicht, um die HypnoBirthing Methode zu erlernen. Die Kursleiterin Mura Frey-Balke hat eine sehr persönliche und entspannte Atmosphäre geschaffen, in der wir uns jederzeit gut aufgehoben und rundum informiert fühlten.

http://www.naturpraxis-frey.de/#!hypnobirthing-koeln/ch6a

Wer den Kurs bei einem HypnoBirthing Trainer bucht, bekommt das Buch kostenlos dazu.

Für alle, die sich vorab gerne erst einmal einlesen möchten, hier der link zum Buch von Marie Mongan:

http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/besser-leben/mongan-marie-f-hypnobirthing/

 

Svea Vollbrecht

Meinen Weg zur Naturheilkunde betrat ich als Jugendliche, als ich selbst zum ersten Mal bei einer Heilpraktikerin war, mich mit Astrologie befasste und Seminare über transpersonale Psychologie besuchte. Doch erst Jahre später entschied ich, Heilpraktikerin zu werden - als der Wunsch, etwas "Sinnvolles" mit meinem Leben anzufangen, immer stärker wurde. > mehr über mich

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Über Svea Vollbrecht

Meinen Weg zur Naturheilkunde betrat ich als Jugendliche, als ich selbst zum ersten Mal bei einer Heilpraktikerin war, mich mit Astrologie befasste und Seminare über transpersonale Psychologie besuchte. Doch erst Jahre später entschied ich, Heilpraktikerin zu werden - als der Wunsch, etwas "Sinnvolles" mit meinem Leben anzufangen, immer stärker wurde. > mehr über mich